Weihnachtsmarkt im Aufbau

It’s that time of year again … Langsam wird der Weihnachtsmarkt wieder aufgebaut. Werden die Buden in der gleichen Reihenfolge wie letztes Jahr wieder an genau der gleichen Stelle stehen? Lassen wir uns überraschen!

Eine wirkliche Überraschung ist auf jeden Fall der neue Track von Remington Super 60: Fake Crush.
Musikalisch haben Remington Super 60 viele Einflüsse, von Burt Bacharach über Brian Wilson zu Stereolab, den High Llamas oder Eggstone – bei Fake Crush klingen dann auch Velvet Underground und Yo La Tengo an.

Zu hören gibt es die Single auf Soundcloud: https://soundcloud.com/cafesuperstar/remington-super-60-fake-crush-2
Offiziell erscheinen wird das Stück nächsten Freitag, die ganze EP dann am 24… Januar.

Nicht ganz so lange warten müssen wir auf noch eine schöne Überraschung – Nordpolen Musikklubb bringen vier der schönsten Winter- und Weihnachtssongs von Remington Super 60 auf einer 7” heraus:

På «Christmas EP» av Remington Super 60 er den eldste låten fra 2001, den nyeste er fra i fjor. Felles for dem alle er at de treffer rett i det området av hjertet der datoen alltid er 24. desember.

Christmas Song For Melanie, A Winter Song, Here Comes Christmas und Another Christmas. Vier Songs, die in genau den Bereich des Herzens treffen, in dem immer 24. Dezember ist!
Release-Party ist am 29. November in der Bar Polar in Oslo (gleich nach dem Klimastreik).

http://www.remingtonsuper60.com/

Baasch: Siamese Sister

An letzte Woche anknüpfend möchte ich erwähnen, die Songs – wenn sie denn mal fertiggeschrieben sind – im Studio Monochrom aufnehmen zu wollen. Schaut Euch diese Fotos an und Ihr versteht warum.

Auch Baasch, bürgerlich Bartosz Schmidt, war schon hier:

Und – wie es der Zufall so will – genau jener Baasch ist es, dem wir das heutige „Lied zum Sonntag“ zu verdanken haben. Seine Siamese Sister ist mittlerweile auch schon fünf Jahre alt. Kinders, wie die Zeit vergeht. Wir hören und sehen Siamese Sister im Remix von DreamChach alias Tomasz Moskwa.

Quantic: Motivic Retrograde

Um neue Songs zu schreiben, habe ich mich in mein Haus in Südtirol zurückgezogen. Doch es läuft nicht richtig. Die einzigen Zeilen, die ich seit vorgestern zustande bekommen habe, lauten:

Alles grau, alles grau in grau
Alles kalt, alles kalt, kalt, kalt
Asche zu Asche, Staub zu Staub
Alles Rauch, alles Schall und Rauch

Internet gibt’s hier oben auch keins. Also taste ich mich im strömenden Regen durch die dichte Wolkenwand, runter ins Dorf. Die drei Cafés mit WiFi lasse ich links liegen. Ihr Neonröhrenlicht macht sie unbetretbar. Bleibt als einziger Ort mit öffentlichem Internet der Supermarkt Conad. Ich kaufe mir eine Dose Ceres Top („Imported Superior Quality Beer“), setze mich auf die Bank neben dem Schwarzen Brett, reiße den Laptop auf und tippe mich zitternd vor bis zur neuen Live Session von Quantic. Ahhhh! Das ist es, was ich gebraucht habe.

Mein innerer Himmel klart auf. Ich spüre, dass ich heute Nachmittag Großes dichten werde.

Vorher prüfe ich nur noch schnell meine ersten Zeilen bei GuttenPlag. Sicher ist sicher. – WAS?! Alles grau soll nicht meiner Kreativität, sondern meinem Gedächtnis entsprungen sein? Was für ein herber Rückschlag.

Matthew Herbert: Leipzig

Matthew Herbert hat sich selbst ein paar Regeln auferlegt, nach denen er Musik machen möchte. Er nennt dieses Programm das „Manifesto“ oder auch „personal contract for the composition of music“. Einer der insgesamt elf Grundsätze besagt, dass nur Klänge gesampelt werden dürfen, die (a) selbst aufgenommen und (b) bislang nicht verwendet wurden.

Da hat man es dann irgendwann ganz schön schwer. Vor allem, wenn man wie Matthew Herbert seit hundert Jahren Musik macht: Soundtracks, Remixes, Studioalben als Solokünstler, mit der Matthew Herbert Big Band oder der Brexit Big Band und nicht zuletzt Auftragsarbeiten für den ESC:

In what appears to be my weirdest gig to date, I have somehow found myself working for the Russian government writing a whole load of incidental music for the Eurovision Song Contest. […] The piece de resistance will be in Saturday’s final when you can hear the orchestral piece I wrote to accompany 2 children flying in on a giant plastic swan. Do forgive me.

Bei so viel komponierter Musik werden die Sounds zwangsläufig von Mal zu Mal exotischer. Auf Matthew Herberts Website kann man‘s nachlesen. Zum Beispiel „Yotam Ottolenghi’s Quinoa and Fennel Salad being prepared and cooked“.

Weitaus weniger appetitlich wurde es, als dem Briten im August 2009 die Geräusche ausgingen und ihm nichts anderes mehr einfiel als … ein Bauernhof. Die nächsten Wochen begleitete er mit seinem Aufnahmegerät das Leben, Sterben und Verzehrtwerden eines Mastschweins. Mit der Haut wurde eine Trommel bespannt. Die Geräusche, die in dieser Zeit entstanden, tragen Namen wie „Leber, Lunge und Herz eines Schweins, die beim Schlachten entfernt werden“ und sind zu hören auf dem Album One Pig. Noch vor der Veröffentlichung hagelte es Kritik. Die unterschiedlichen Positionen sind nachzulesen in den Aufzeichnungen eines Gesprächs, das Matthew Herbert mit Jobst Eggert von PETA führte.

Jetzt aber genug der Schweinerei. Lasst uns lieber hören, wie Leipzig klingt.

Wczasy: Dzisiaj jeszcze tańczę

Wie viele Duos aus Poznań habe ich im Kulturklubben bereits vorgestellt? Tausend? Dann kommt hier das tausendunderste: Wczasy! Die eine Hälfte heißt Bartłomiej, die andere Jakub; Jahrgang ‘84 beziehungsweise ‘91 – und genau dazwischen klingt ihre Musik.

Dzisiaj jeszcze tańczę (Heute tanze ich noch):

Wer gegen VHS-Videos allergisch ist, hört hier vorbei: Bandcamp. Mein Tipp: Smutne Disco (Traurige Disco).

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