2013

Kultur­klubben Merav

KW 17 Zurück nach Reykjavík

Unser kleines Island-Spezial wirkt nach.

Meine zwei neuesten Entdeckungen habe ich in den zurückliegenden zwei Wochen sogar live erleben dürfen. Ihr Island-Bezug ist recht unterschiedlich:

Da wäre zum einen John Grant. Er, US-Amerikaner, ist nach Reykjavík gegangen, um dort sein vor einem Monat erschienenes Album Pale Green Ghosts aufzunehmen. Ein Album voller nachdenklicher, melancholischer, trauriger Lieder, die live zu hören – im Babylon Mitte, sitzend und in satter Lautstärke – ein echter Genuss war.

Gerne hätte ich Euch die Lieder ohne Video vorgestellt, aber den Basketball spielenden John Grant konnte ich Euch einfach nicht vorenthalten:

Die zweite Entdeckung sind Retro Stefson. Echte Isländer. Auch ihr aktuelles Album ist im März erschienen. Damit der Name im Gedächtnis bleibt, heißt es wie die Band: Retro Stefson.

Die Musik der sechs Jungs und des einen Mädchens (live unterstützt von keinem Geringeren als Hermigervill) ist unkategorisierbar – ein fröhlicher Stilwechsel, der live sichtlich allen im Bi Nuu außerordentlich Spaß gemacht hat.

Wenn es schon John Grant nicht auf „Geilste Fetenhits 2013“ schafft, dann doch wenigstens Retro Stefson – zum Beispiel mit diesen Liedern:

— Simon

KW 16 Finally Spring

Wie oft habe ich letzten Winter diese Zeilen vor mich hin gesummt:

so glad it’s finally spring, so glad
that the cold days are over

Mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, die Finger (in dicken Handschuhen) immer nur kurz gegen den Ampelmast haltend. Im Dunkeln durch den Schnee zurück, im Nebel zum Einkaufen … Vorbei!

Das Stück, das mich durch den langen Winter begleitet hat, stammt von John Southworth aus dem Album Human Cry. John Southworth? Die Biographie auf seiner Webseite verrät mehr:

was born in chuckfield England
arrived in Canada at age eight
learned to drive in a cemetery at age 16
first job worked in smurf forest in canada’s wonderland
selling blue chocolate from a roadside wagon. wage: $3.50/hr
[…]

— Robert

KW 15 When Saints Go Machine

Als im letzten Jahr auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt eine Frau durch einen herunterfallenden Adventskranz fast erschlagen wurde, war der Bandname geboren: Death by Decoration. So soll – wenn ich mal groß bin – meine Elektrokombo heißen!

Für die Namensfindung einer Band rät Nikolaj Vonsild im Interview mit dem Exberliner etwas anderes: „Just one word“. Und er, der Sänger von When Saints Go Machine, muss es schließlich wissen.

Am 20. Mai wird das dritte Album der vier Kopenhagener erscheinen. Bis dahin nutzen wir die Zeit, uns am Vorgängeralbum Konkylie zu erfreuen.

Hier meine beiden Favoriten: On The Move und Mannequin.

— Simon

KW 14 Vinterdepression

In der heutigen Ausgabe ein kleiner Stapel Musik – in der Hoffnung, dass sich die Sonne im richtigen Moment (zum Break nach der zweiten Strophe zum Beispiel) durch den bedeckten Himmel schiebt. Zunächst Symfoniorkestern aus Schweden mit Sommardepression ’11:

Weiter geht’s mit dem Spanier Remate und dem Stück Shock aus dem Album Una araña a punto de comerse una mosca. Eine Spinne, dabei eine Fliege zu verspeisen. Eine Spinne und eine Fliege habe ich dieses Jahr schon gesehen, kann der Frühling ja nicht mehr weit sein.

Wer es sich also lieber nochmal mit einer Tasse Tee, einem Buch und mit dem Rücken zur Heizung gemütlich machen will, dem sei die Winter EP der Norwegischen Band Remington Super 60 als Soundtrack empfohlen.

1. Sweet Winter
2. Cocktail Jazz
3. Old Man
4. The Lonely Cowboy
5. Quiet Afternoon In Space

Ein freier Download von Cafe 2001 [a record company].

— Robert