KW 21 / Letters to Krzysztof Komeda


„Der Goldene Bär für den besten Film geht an Cul-de-sac von Roman Polański.“

So war das im Juli 1966 auf der Berlinale. Heute gibt es den Gewinnerfilm (natürlich) bei YouTube. Er dauert zwei Stunden; das entspricht zwei Runden im Berliner S-Bahn-Ring. Also Handys raus und los! Ich fürchte nur, der Film wird so nicht zünden. Daher sollten wir endlich die Idee des monatlichen Kulturklubbenkinos in die Tat umsetzen – und die Reihe mit Cul-de-sac eröffnen.

Bis dahin hier wenigstens ein kleiner Ausschnitt:

Wie hat Euch die Musik gefallen? Wenn Ihr den gesamten (leider nur eine knappe Viertelstunde langen) Soundtrack hören möchtet, gebt bei YouTube „Komeda ‎Cul-de-sac“ ein. Ich könnte schwören, ihn da mal gefunden zu haben.

Und was bedeutet Komeda.pl der Suchbegriff „Komeda“? Gemeint ist Krzysztof Komeda. Geboren 1931 in Poznań, gestorben 1969 in Warschau, tagsüber HNO-Arzt, nachts Jazz-Pianist. Seine erste Filmmusik komponierte er Ende der 50er Jahre. Bis zu seinem Tod folgten über 60 weitere. Besonders intensiv war die Zusammenarbeit mit Roman Polański. Ich glaube, zehn Filme haben die beiden zusammen produziert. Ihr kennt vielleicht Tanz der Vampire von 1967. Den Soundtrack zu diesem Film … na, Ihr wisst schon, wo Ihr ihn finden könnt.

Ihr wollt mehr Komeda? Da trifft es sich gut, dass EABS, EABS.pl ein Septett aus Wrocław, vor zehn Tagen sein Debütalbum veröffentlicht hat. Es trägt den Titel Repetitions (Letters to Krzysztof Komeda). Live hat mir EABS großen Spaß gemacht. Auf einmal mochte ich Jazz. Ich glaube, ich werde die Jungs fragen, ob Sie nicht bei der Premiere vom Kulturklubbenkino spielen möchten.

— Simon